Die 5 größten Sprachpannen, die Deutsche machen und warum das völlig okay ist

Von wegen korrekt ist korrekt

Wir Deutschen haben ja diesen kleinen Ruf weg. Ordnungsliebe, Korrektheit, Perfektion. Auch sprachlich. Wer sich mal im Deutschunterricht zu oft verschluckt hat, weiß wie schnell aus einem harmlosen “wegen dem Wetter” ein stirnrunzelndes “wegen des Wetters bitte” wird. Und da sitzen wir nun, Jahrzehnte später, in einem Meeting in München, Berlin oder Hamburg, und überlegen, ob wir jetzt nochmal den Dativ oder den Genitiv bemühen sollen. Spoiler: Die meisten hören eh nicht hin.

“Ich bin größer wie du” oder warum Sprache lebt

Der Klassiker unter den sogenannten Fehlern: “Ich bin größer wie du.” Sprachpfleger rollen mit den Augen. Aber mal ehrlich: Sag das mal in einem lockeren Gespräch beim Bäcker oder beim Feierabendbier im Prenzlauer Berg. Da kräht kein Hahn nach. Sprache lebt, verändert sich, fließt mit dem Alltag. Und ja, manchmal biegt sie dabei um die Ecke. Na und? Wenn der Satz ankommt und verstanden wird, hat er seinen Job gemacht.

Dativ ist dem Genitiv sein Tod 

Die Debatte um den Genitiv ist so alt wie die Sprachbücher in der Volkshochschule. “Wegen dem Wetter” sagen heute mehr Menschen als “wegen des Wetters”. Und weißt du was? Das ist nicht schlimm. Sprache ist kein Museum, sondern ein lebendiger, atmender Mitbewohner. Wenn sich genug Leute für den Dativ entscheiden, dann gewinnt er eben. Demokratie in der Sprache, sozusagen.

Wirklich schlimm: Sprachpolizei mit Blaulicht im Alltag

Was wirklich nervt? Menschen, die dich mitten im Gespräch korrigieren. Stell dir vor, du erzählst gerade begeistert von deinem neuen Projekt in Köln oder deinem Texter Job in Nürnberg. Und dann zischt jemand dazwischen: “Das heißt als und nicht wie.” Uff. Das killt jede Stimmung. Und übrigens auch den Gesprächsfluss.

Hauptsache, es menschelt

Als Texterin für Blogs und Websites sehe ich es jeden Tag: Sprache funktioniert dann am besten, wenn sie menschelt. Wenn sie Nähe schafft. Emotionen weckt. Ein bisschen lacht, ein bisschen stolpert, aber dabei charmant bleibt. Gerade online. Denn wer im Internet liest, will nicht belehrt werden, sondern sich verstanden fühlen. Auch mit kleinen Ecken und Kanten.

Mein Fazit: Sprecht wie ihr wollt, nur eben nicht langweilig!

Ob in Leipzig, Frankfurt oder am Bodensee: Die größten Sprachfehler der Deutschen sind eigentlich keine Fehler, sondern Zeichen dafür, dass wir Sprache nutzen. Ganz natürlich. Und wenn du dir beim nächsten Mal unsicher bist, ob das jetzt korrekt ist oder nicht: Sag es einfach so, wie du es meinst. Authentisch schlägt korrekt. Immer.

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